Der Eignungstest für das Medizinstudium EMS

 

Der Eignungstest ist extrem schwierig

Die Testkonstrukteure gestalten den Eignungstest so schwierig, dass der durchschnittliche Teilnehmer gerade die Hälfte
der Aufgaben richtig löst. Es ist so gut wie unmöglich, die Maximalpunktzahl zu erreichen. Wer dieses Prinzip des
Tests nicht kennt, wird während der Testbearbeitung resignieren und wertvolle Punkte verschenken. Der trainierte
Teilnehmer hingegen lernt, diesen Druck auszuhalten.

 

Welche Fähigkeiten prüft der Eignungstest EMS?

Der Eignungstest soll die Fähigkeit, das Studium erfolgreich abzuschliessen, prüfen. Der EMS hat nicht den Anspruch vorherzusagen, ob die Testtteilnehmer gute Ärzte werden.

Jedoch sollte man aus einem schlechten Testergebnis nicht ableiten, dass man für das Studium nicht geeignet ist. Zum einen hat der Eignungstest vor allem die Funktion, die knappen Studienplätze zu verteilen. Der Test ist also vor allem ein Selektionsinstrument. Das Testergebnis, das ausreicht, einen Studienplatz zu erhalten, ist jedes Jahr ein anderes. Insofern gibt es kein bestimmtes Testergebnis, das genau aussagt, ob Sie das Studium erfolgreich abschliessen.

Weiterhin prüft der Test auf seine ganz spezielle Weise die Studierfähigkeit. Es herrscht im Test extremer Zeitdruck, der beim Lernen im Studium in dieser Form nicht exisitert. Auch sind die Studien, die behaupten, dass der Eignungstest die Studierfähigkeit vorhersagt, in folgendem Punkt problematisch: Es werden immer nur Studenten untersucht, die Medizin studieren. In wissenschaftlichen Studien wird ein Zusammenhang zwischen Testergebnis und Studienerfolg gefunden. Es scheint also, als würde ein gutes Testergebnis auch den Studienerfolg vorhersagen. Aber eigentlich müsste man auch herausfinden, ob diejenigen Testteilnehmer, die im Test scheitern, nicht auch erfolgreich Medizin studieren können. Eine solche Untersuchung existiert jedoch nicht.

Wenn Sie also bereits am Test teilgenommen haben und dabei nicht erfolgreich waren, so sollten Sie sich nicht entmutigen lassen, dass Sie für das Medizinstudium ungeeignet sind. Besonders bei Testwiederholern sehen wir immer wieder bei der zweiten Testteilnahme deutiche Leistungssteigerungen.

 

Testaufbau

Jedes Jahr entwickelt das Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik in Fribourg eine neue Testversion. Der Testaufbau bleibt dabei gleich. Der EMS besteht aus 10 verschiedenen Aufgabengruppen, die unterschiedliche Fähigkeiten prüfen:

  • Quantitative und formale Probleme: Umgang mit Zahlen und Formeln
  • Schlauchfiguren: räumliches Vorstellungsvermögen
  • Textverständnis: logisches Schlussfolgern, Textverständnis
  • Planen und Organisieren: Fähigkeit, Prioritäten zu setzen
  • Konzentrationstest: Konzentrationsfähigkeit und Sorgfalt
  • Figuren lernen: visuelles Gedächtnis
  • Fakten lernen: verbales Gedächtnis
  • Medizinisch-naturwissenschafltiches Grundverständnis: logisches Schlussfolgern, Textverständnis
  • Muster zuordnen: Wahrnehmungsvermögen
  • Diagramme und Tabellen: Umgang mit Informationen, die in Form von Tabellen und Diagrammen dargeboten werden